Dienstrad, wissenswertes um die betriebliche Erfassung

on Juni 28 | in 3 tagwerktipps, 6 Gastbeiträge, 9 Beiträge, Ideen, Träumereien | by | with No Comments

dienstradBahn frei für die Nutzung des Dienstrad.

Liebe Tagwerker, heute lege ich Euch folgende Frage näher dar:

Wie buche ich ein Dienstrad?

1. Betriebsrad:

Das Dienstrad ist genauso zu behandeln, wie ein Firmenwagen. Das heisst, wenn es über 50% betrieblich genutzt wird, ist es als Anlagevermögen einzubuchen und es ist eine Abschreibung über 7 Jahre (bzw. die noch verbleibende Nutzungsdauer) als Ausgabe zu buchen. Hinzu kommt die 1%-Regel, das heisst, pro Jahr sind 12% des „Bruttolistenpreises“ als Betriebseinnahme zu erfassen. Alternativ ist hier auch die Fahrtenbuch-Methode möglich, aber sie wird sehr streng gehandhabt. Das Fahrtenbuch kann, wenn es unvollständig und unglaubwürdig ist, verworfen werden, dann kommt es zu einer Schätzung, die nicht unbedingt zu gunsten des Steuerpflichtigen ausfällt. Als Ausgaben kommen noch die laufenden Kosten wie Reparatur und Instandhaltung hinzu.

Scheidet das Fahrrad aus dem Betriebsvermögen wieder aus, ist der Restbuchwert abzuschreiben. Wenn das Fahrrad verkauft wird, ist der Verkaufsbetrag als Einnahme zu verbuchen. Wird es verschenkt, ist der Schenkungsbetrag zu ermitteln und als Einnahme zu buchen. Wenn es gestohlen wird, oder durch einen Unfall unbrauchbar wird, ist keine Einnahme zu verbuchen.

2.Kilometer Pauschale:

Wird das Fahrrad weniger als 10% betrieblich genutzt muss es im Privatvermögen bleiben. In diesem Fall kann pro gefahrenem Kilometer in der Reisekostenabrechnung ein selbst zusammen gestelltes Kilometergeld angesetzt werden. Dazu sind vor allem die Anschaffungs-, Instandhaltungs- und Reparaturkosten auf den Kilometer herunterzurechnen.

Für die Fahrten von der Wohnung zum Büro, werden in der Einkommensteuererklärung aber trotzdem (ganz normal) 30 Cent pro Entfernungskilometer angesetzt. Ab welcher Entfernung das gilt? Es gibt keine Entfernungseinschränkung mehr!

Wird das Rad zwischen 10 und 50% betrieblich genutzt, hat man die Wahl, ob man es ins Betriebsvermögen aufnehmen möchte oder nicht. Also alles ganz genauso wie beim Auto.

Mit besten Grüßen verbleibe ich Eure Kira Felst.

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